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Blockadepraxis

  • 08.05.2018

Schon bemerkt? Der aktuelle Bestseller ist bisweilen in der Bibliothek als Buch zu haben, aber als eBook nicht... ganz beonders ärgerlich für diejenigen, die wegen Seheinschränkungen auf die Funktion der Schriftgrößenanpassung bei den eBooks angewiesen sind.

Öffentliche Bibliotheken können momentan leider nicht alle auf dem Markt verfügbaren E-Books zur Ausleihe anbieten. Bei Büchern durch das Gesetzt erlaubt, ist es bei eBooks so, dass die Bibliotheken Einzelverträge mit den Verlagen abschließen müssen.
Aber nicht alle wollen das - insbesondere die Verlagsgruppen Bertelsmann/Random House sowie Holtzbrinck (z.B. S. Fischer Verlag, Rowohlt Verlag, Kiepenheuer & Witsch, Droemer Knaur) und Bonnier (z.B. arsEdition, Carlsen, Piper, Econ, List, Ullstein, Thienemann) blockieren die Bibliotheken. Das erklärt manche klaffende Lücke in unserem Angebot.
Das Lizenzmodell mit Holtzbrinck und Bonnier ist momentan sehr teuer und kundenunfreundlich. Dazu kommt meist eine Begrenzung der Laufzeit und/oder eine Begrenzung der Ausleihen. Besonderes Problem ist aber das sogenannte "Windowing" ursprünglich auch "library blocking" genannt. Dies bezeichnet Sperrfristen von 6 bis 12 Monaten, nach denen speziell Bibliotheken aktuelle Titel der Verlage erst einmal nicht in ihr Angebot aufnehmen dürfen.

Immer noch offen ist die von der EU geforderte Gleichstellung des eBooks mit dem physischen Buch auf gesetzlicher Ebene in Deutschland.

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